Begas Haus - Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg
16.11.2019 – 29.11.2019

"Wie es wirklich war"

(c) Begas Haus

Ausstellung mit Tuschezeichnungen: Die Zerstörungen in Heinsberg im Zweiten Weltkrieg in Zeichnungen von August Lentz

Am 16. November 2019 ist der 75. Jahrestag der Bombardierung Heinsbergs. Das Ausmaß der Zerstörung ist noch heute dadurch zu erahnen, dass historische Gebäude in der Stadt an einer Hand abgezählt werden können, darunter die Gebäude, in denen heute das Museum Begas Haus untergebracht ist. Das Begas Haus ist nun auch der Ort der Ausstellung „Wie es wirklich war - Die Zerstörungen in Heinsberg im Zweiten Weltkrieg in Zeichnungen von August Lentz“ und eines Gedenknachmittages, den der Heimatverein der Heinsberger Lande, das Begas Haus und die Stadt Heinsberg am 16. November 2019 gemeinsam mit der katholischen und evangelischen Kirche begehen. Zunächst wird um 16 Uhr die Ausstellung von Tuschezeichnungen über die Zerstörung von Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann eröffnet. Die Originalzeichnungen stammen von August Lentz, Kunstlehrer und früherer Leiter des Kreisheimatmuseums sowie Mitbegründer des Heimatvereins der Heinsberger Lande und zeigen seine Eindrücke der zerstörten Stadt. Die Ausstellung wird zwei Wochen lang, bis zum 29. November 2019, im Wechselausstellungsbereich des Begas Hauses zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint auch ein Bildband mit Fotos von den Zeichnungen und Erläuterungen zum Geschehen am 16. November 1944. Weiterhin werden bei der Ausstellungseröffnung Zeitzeugen zu Wort kommen und interviewt.

Ökumenischer Gedenkgottesdienst

Den Abschluss der Gedenkveranstaltung bildet ein ökumenischer Gottesdienst mit Propst Markus Bruns und Pfarrer Sebastian Walde um 17 Uhr in der Propsteikirche St. Gangolf, 1944 wie die evangelische Kirche schwer getroffen. Zuvor soll in der Kirche eine Wandtafel mit historischen Fotos der Kirche enthüllt werden, die der Heimatverein der katholischen Kirche als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen wird. Die Realisierung von Bildband und Wandtafel wurde durch die Unterstützung der NRW-Heimatförderung ermöglicht.

Das Leid der Zivilisten auf beiden Seiten der Grenze

In Deutschland, von dem der Krieg ausging, wird des Kriegsendes und der damit einhergehenden schrecklichen Kämpfe und Bombardierungen in Stille gedacht. Auf Heinsberg fielen am Nachmittag des 16. November 1944 ab 15:30 Uhr innerhalb von 15 Minuten mehr als 2.000 Bomben. Die Stadt wurde in dieser kurzen Zeit nahezu komplett zerstört. Über 50 Todesopfer waren zu beklagen, die Stadt war zuvor evakuiert worden. Am selben Nachmittag wurde Düren bombardiert und zerstört. Auch die Niederländer erinnern mit bewundernswerter Haltung an ihre Befreiung durch die Alliierten, indem stets auch Deutsche bei den Feiern willkommen sind und neben der Dankbarkeit an die Befreier auch die Sinnlosigkeit des Krieges im Allgemeinen betont wird. Schon 1944 mahnte der Heerlener Bürgermeister van Grunsven in einem besonnenen Schreiben an seine Bürger nach der Befreiung zur ‚Selbstbeherrschung‘. Rachefeldzüge gegenüber den deutschen Verlierern blieben im Gegensatz zur Ostfront dankenswerterweise aus.

https://begas-haus.de/

Begas Haus - Museum für Kunst und Regionalgeschichte Heinsberg

Hochstraße 19-21
52525 Heinsberg

+49 (0) 24 52 – 977 69 – 0
info@begas-haus.de

Weitere Informationen zu diesem Ort
Newsletter bestellen Facebook