Theater Mönchengladbach
11.04.2020 – 29.05.2020

Die Gespräche der Karmeliterinnen

(c) Theater Krefeld / Mönchengladbach

Les dialogues des Carmélites

Oper von Francis Poulenc – französisch mit deutschen Übertiteln

Am 17. Juli 1794 werden 16 Nonnen des Karmeliter-Ordens von Compiègne auf der Guillotine hingerichtet. Zuvor waren sie im Zuge der Französischen Revolution aus ihrem Kloster vertrieben und verhaftet worden, weil sie ihren Orden und ihren Glauben nicht aufgeben wollten. Der Zuschauer erlebt die Geschichte aus der Perspektive der Adeligen Blanche, die im Kloster Zuflucht gesucht hatte und den Weg der Nonnen mit ihnen bis zu ihrem bitteren Ende ging. In ihrer Novelle „Die letzte am Schafott“ (1931) schrieb Gertrud von le Fort, auf dieser wahren Begebenheit basierend, ein Plädoyer für den mutigen Kampf gegen unmenschliche Machtidiologien.

Blanche de la Force, die Tochter des Marquis de la Force und Schwester des Chevaliers, ist verängstigt. Sie wurde bei einem Ausflug von pöbelnden Menschen aggressiv mit dem Tode bedroht. Ihrer Mutter war etwas Ähnliches passiert, sie starb daraufhin kurz nach der Geburt ihrer Tochter. Blanche bittet ihren Vater um die Genehmigung, in das örtliche Karmelitinnenkloster eintreten zu dürfen. Dort wird sie von der sterbenskranken Priorin de Croissy auf das harte Leben im Kloster hingewiesen. Blanche ist trotzdem entschlossen und will im Kloster den Namen Blanche von der Todesangst Christi annehmen.

Blanche freundet sich mit der ebenfalls neu in das Kloster eingetretenen Novizin Schwester Constance an. Die kranke Priorin liegt im Sterben und gibt die neue Schwester Blanche de la Force in die Obhut der Novizenmeisterin Mère Marie. Vor ihrem Tod hat sie eine Vision, dass das Kloster zerstört werde und alle Schwestern sterben würden.

Blanche und Schwester Constance halten die Totenwache für die verstorbene Priorin. Zur neuen Priorin wird nicht wie gedacht Mère Marie, sondern Madame Lidoine als Mutter Maria Theresa vom heiligen Augustin gewählt, und die Schwestern geloben ihr Gehorsam. Unterdessen bedroht draußen das revolutionäre Volk das Kloster. Chevalier de la Force erscheint im Kloster und will seine Schwester in Sicherheit bringen, aber Blanche weigert sich, mit ihm zu kommen. Die Revolutionäre dringen in das Kloster ein, Kommissare befehlen die Räumung, aber die Schwestern sind fest entschlossen zu bleiben.

Mère Marie versucht in Abwesenheit der Priorin ihre Mitschwestern zu überreden, den Weg des Opfertodes für Land und König zu gehen. Bei der folgenden Abstimmung ist Constance zunächst dagegen, da sie Blanche schützen möchte, beugt sich dann aber der Mehrheit. Die zurückgekommene Lidoine kann das Gelübde nicht verhindern. Nach der Abstimmung flieht Blanche aus dem Kloster, noch rechtzeitig, bevor ein Polizeioffizier den Nonnen befiehlt, die Klausur zu verlassen und zivile Kleidung anzulegen. Blanche sucht Zuflucht in ihrem leerstehenden Elternhaus und lebt dort als Magd. Ihr Vater ist als Adeliger bereits hingerichtet worden. Mère Marie ist ihr gefolgt und berichtet von der tödlichen Gefahr, in der sie und die anderen Schwestern sich befinden. Es gelingt ihr aber nicht, sie zum Mitkommen zu bewegen.

Da die Nonnen sich weigern, zivile Kleidung anzulegen und immer noch als Gemeinschaft leben, werden sie in ein Gefängnis geworfen. Die Priorin versucht, ihre Mitschwestern nach der ersten Nacht im Gefängnis zu trösten und bereitet sie auf den Tod vor. Mère Marie erfährt, dass alle Nonnen hingerichtet werden sollen und eilt zum Gefängnis, wo sie der Beichtvater erwartet.

Beide können das Urteil nicht verhindern. Auch Blanche erfährt von der bevorstehenden Hinrichtung und eilt ebenfalls dorthin. Auf dem Weg zum Schafott beginnen die Schwestern gemeinsam das „Salve Regina“ zu singen, dann werden sie eine nach der anderen unter der Guillotine hingerichtet. Als Constance als letzte an die Reihe kommt, drängt sich Blanche durch die Menschenmenge und geht mit ihr in den Tod.

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