KIT - Kunst im Tunnel
24.11.2018 – 10.02.2019

Words don't come easy - money doesn't either.

(c) Isabella Fürnkäs

Isabelle Fürnkäs, Juan Perez Agirregoikoas, Eric Peter, Hanne Lippards, Eric Peter

Kuratiert von/ curated by Youri David Appelo & Marian Stindt

Was formt unsere Realität? Haben die Wörter und die Sprache, die wir nutzen, um die Welt zu beschreiben, Einfluss auf die Realität? Während eine auf prosperierender Ökonomie basierende Weltordnung sich unwiderruflich auf unseren Planeten und dessen Ressourcen auswirkt, sie unsere Sicht auf die Welt und unser Leben zu bestimmen scheint, begibt sich die Ausstellung Words don’t come easy auf die Suche nach der Möglichkeit, durch Sprache unsere Vorstellungen zu überdenken.

Begriffe auszutauschen, die Wörter neu zu wählen: läge darin womöglich ein Potenzial, unser Erleben kapitalistischer Strukturen zu beeinflussen und alternative Verständnisse, Haltungen wie Handlungsoptionen zu gewinnen? Subjektive Eindrücke und das ganz unterschiedliche Erleben einer konsum-geprägten Wohlstandsgesellschaft bilden gleichermaßen Ausganspunkt und Schnittmenge der Untersuchungen. Zwischen Poesie, Parole und Zungenbrecher laden die multimedialen und performativen Arbeiten der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler ein, zuzuhören und die eigene Sprechkompetenz zu erproben. Damit befragt Words don’t come easy unmittelbar den Zusammenhang zwischen kapitalistischen Mechanismen und sinnlicher Wahrnehmung und appelliert an die individuelle Gestaltungsfähigkeit.

Eric Peter sucht nach Möglichkeiten, Ökonomie und Intimität in Einklang zu bringen. Hanne Lippards Erzählstück dagegen stört den stereotypen, rituell anmutenden Ablauf von Wertschöpfungsketten, indem sie einen prekären Arbeitsmarkt durch eine artifizielle, ins Absurde abdriftende Sprache beschreibt. Isabella Fürnkäs entwirft das dystopische Szenario einer High-Tech-Ökonomie, die sich des Menschen entledigt hat und in der weder die Sprache des Menschen noch dessen Bedürfnisse eine Rolle spielen. Juan Pérez Agirregoikoas karikiert Aspekte des Arbeitsmarktes und zeigt doch auch eine anrührende Sensibilität für die bittere Realität, Frustrationen und Zurückweisungen der überspitzt dargestellten Verhältnisse und Figuren.

http://www.schloss-ringenberg.de

KIT - Kunst im Tunnel

Mannesmannufer 1b
40213 Düsseldorf
Deutschland

+49(0)211 8920769
kit@kunsthalle-duesseldorf.de

Weitere Informationen zu diesem Ort
Newsletter bestellen Facebook