Theater Duisburg / Großer Saal / Opernfoyer / Foyer III - Deutsche Oper am Rhein
15.11.2018 – 12.12.2018

Otello

(c) Hans Jörg Michel

Eifersucht ist das tödliche Gift, das der Fähnrich Jago seinem General Otello tröpfchenweise einflößt. Dieser ist auf dem Höhepunkt seines Ruhms. Er besitzt Macht, Charisma, Volksverehrung und die Liebe der schönen Desdemona. In letztere Beziehung treibt Jago den Keil, der zum Verbrechen führt, einem Verbrechen aus Leidenschaft, das zugleich eine Verzweiflungstat ist. Denn Jagos infames Intrigenspiel spekuliert nicht auf Otellos Leidenschaftlichkeit. Er hat den Denker, den Traditionalisten, den Erfolgsmenschen im Visier, dem er Zug um Zug den Boden unter den Füßen entzieht, bis er zum Mörder an der eigenen Gattin wird und jegliche gesellschaftliche Reputation verliert.

In Michael Thalheimers Inszenierung von Verdis (1813–1901) Spätwerk „Otello“ herrscht Dunkelheit, die ewige Nacht eines von Angst, Misstrauen und Paranoia beherrschten Hirns. Darin phosphoreszieren einzelne Gestalten, allen voran Jago, der Schurke, Auswurf der Gesellschaft, dessen Credo das absolute Nichts beschwört. Und Desdemona, die Leuchtende, Weise, die in einer Welt voller Intrigen, Gemeinheiten und Dekadenz den Gleichgesinnten sucht, den sie liebt – und der sie töten wird.

Dramma lirico in vier Akten

Libretto von Arrigo Boito nach Shakespeares „The Tragedy of Othello, the Moor of Venice“

Eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause

Empfohlen ab 14 Jahren

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