Opernhaus Düsseldorf
31.10.2018 – 17.02.2019

Cavalleria rusticana / Pagliacci

(c) Hans Jörg Michel

CAVALLERIA RUSTICANA Pietro Mascagni

Mord aus Eifersucht – wohl keine andere Oper bringt dieses Thema derart packend wie ein Krimi und doch mit dem Schmelz großen italienischen Belcanto-Gesangs auf die Bühne wie die beiden Einakter „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni (1863–1945) und „Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo (1857–1919).

In Mascagnis 1890 in Rom uraufgeführter „Cavalleria rusticana“ spielt sich das Drama in einem sizilianischen Dorf ab: Turiddu hintergeht Santuzza, die ihn aufrichtig liebt, mit seiner früheren Geliebten Lola. Die verlassene Santuzza verrät Lolas Mann Alfio die Untreue seiner Frau. Gemäß sizilianischer Tradition fordert Alfio Turridu zum Zweikampf und tötet ihn.

PAGLIACCI Ruggero Leoncavallo

Wie in Mascagnis Oper ist auch in Leoncavallos zwei Jahre später in Mailand uraufgeführtem Einakter „Pagliacci“ die Eifersucht die treibende Kraft: Nedda, die Frau des Komödianten Canio, hat eine Affäre mit dem jungen Silvio, der sie beschwört, ihr Wanderleben aufzugeben. Tonio ist wiederum unglücklich in Nedda verliebt, bedrängt sie und schwört Rache, als er von ihr zurückgestoßen wird. Er verrät Canio die Affäre seiner Frau. Bevor dieser Nedda jedoch zur Rede stellen kann, beginnt die Vorstellung: Auf der Bühne wiederholt sich alles, was vorher in Wirklichkeit passiert ist. Canio beginnt, Realität und Theater zu vermischen – und tötet seine Frau und deren Liebhaber.

Bereits ein Jahr nach der „Pagliacci“-Premiere verknüpfte der Mailänder Verleger Sonzogno 1893 die beiden Einakter an einem Abend im Teatro Costanzi in Rom. Seitdem werden beide Werke kaum mehr getrennt voneinander aufgeführt und zählen bis heute zum Inbegriff des italienischen Verismo.

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