Central in der alten Paketpost (Übergangsspielstätte des Düsseldorfer Schauspielhauses) / Große Bühne Central / Studio Central
20.11.2017 – 05.01.2018

Das kalte Herz

(c) Thomas Rabsch

Ein Spiel um Ansehen, Gier und Ego — nach Wilhelm Hauff — Premiere am 1. Oktober 2017 — Bürgerbühne

Das Märchen von Wilhelm Hauff, entstanden 1827, erzählt die Geschichte eines Unzufriedenen. Die Geschichte Peter Munks, der von ganz unten kommt und nach ganz oben will. Der als armer Kohlenbrenner auszieht, alles zu erringen, und sich sogar auf einen Pakt mit dem riesenhaften Holländer-Michel einlässt, der tief im dunklen Wald Herzen gegen Geld eintauscht. Peter Munk ist keiner von uns, will man meinen – oder vielleicht gerade doch.

»Das kalte Herz« beschreibt, wie die Gier nach Geld eine Gesellschaft verändert. Es ist der Versuch einer Antwort auf die Angst vor der Wirtschaftskrise. Es ist das Märchen eines Perspektivlosen, der sich nach gesellschaftlicher Anerkennung, Reichtum und Ruhm sehnt und dafür sein Herz verkauft. Es ist aber auch die Geschichte der Geldverehrer und der Geldvermehrer, der Karrieristen und der Skrupellosen. Und es ist die Geschichte eines unerschütterlichen Romantikers, dessen Wünsche sich am Ende doch erfüllen.

Fast zweihundert Jahre nach Wilhelm Hauff nutzt Regisseur Christof Seeger-Zurmühlen das Kunstmärchen als Ausgangspunkt, um die Mechanismen der Klassengesellschaft zu untersuchen. Er sammelt reale Geschichten von Aufstieg, Triumph und Absturz, um gemeinsam mit seinem Spielerensemble die Frage zu ergründen: Wer ist eigentlich dieser Peter Munk heute – und wie viele?

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