Düsseldorfer Schauspielhaus
24.10.2018 – 24.03.2019

Die Dreigroschenoper

(c) Sandra Then

Von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill — Premiere am 11. November 2017

Bertolt Brechts »Dreigroschenoper« mit der Musik von Kurt Weill ist und bleibt ein Welthit. Sei es die Moritat von Mackie Messer oder das Lied der Seeräuber-Jenny, die Songs von 1928 wirken als Gassenhauer, auch wenn das Wort selbst längst aus der Mode gekommen ist. Die Entlarvung bürgerlicher Heuchelei, die Brecht vorschwebte, gerät dabei schnell zur Nebensache. Immerhin, die »Dreigroschenoper« propagiert Verbrechen als Geschäfts- und Lebensmodell ganz selbstverständlich: Jonathan Peachum betreibt ein florierendes Monopol mit der Beratung und Ausstattung der Ärmsten und setzt auf das schlechte Gewissen der Menschen.

Fünfzig Prozent der Einnahmen der Bettler gehen direkt an ihn. Gangsterboss Mackie Messer dagegen hat sich dem Rauben und Morden verschrieben und verbringt seine Zeit am liebsten im Bordell. »Die Verhältnisse, sie sind nicht so.« Brechts Kapitalismuskritik gewinnt, indem sie diejenigen Leidenschaften mit einbezieht, die sich regelmäßig quer zu jeglichem Geschäftsgebaren stellen: Mackie Messer heiratet Polly, die Tochter des Bettlerkönigs, und bricht damit einen territorialen Auslöschungskampf vom Zaun. Die Frage ist nicht, ob die Huren Mackie verraten, sondern wann und wie.

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