Opernhaus Düsseldorf
18.11.2017 – 13.07.2018

Madame Butterfly

(c) Hans Jörg Michel

Giacomo Puccinis (1858–1924) Oper „Madama Butterfly“ basiert auf einer wahren Begebenheit. Es ist überliefert, dass im Haus des schottischen Botschafters in Nagasaki eine Geisha mit ihrem unehelichen Sohn gelebt und schließlich Selbstmord begangen hat. Dieser historische Fall wurde dem amerikanischen Schriftsteller John Luther Long 1897 von seiner in Nagasaki lebenden Schwester erzählt.

Der Theaterautor David Belasco wandelte Longs Novelle in ein Broadwaystück um. Puccini sah dieses auf einem Gastspiel in London und es inspirierte ihn zu seiner Oper „Madama Butterfly“. Auch wenn er den Text nicht in Gänze verstand, da seine Englischkenntnisse eher rudimentär waren, so berührte ihn diese „Tragödie einer Japanerin“ zutiefst, und das Ambiente, in dem westliche und japanische Kultur aufeinandertrafen, schien ihm eine gute Basis für ein neues Opernprojekt.

„Madama Butterfly“ handelt wie kaum ein anderes Werk vom Zusammenprall zweier Kulturen: Der in Nagasaki stationierte amerikanische Offizier Pinkerton ist von der japanischen Geisha Cio-Cio-San fasziniert, will sie für eine Nacht besitzen und heiratet sie zu diesem Zweck nach japanischem Brauch. Um ihre Gefühle, ihre Kultur und Lebensweise schert er sich nicht. Konsul Sharpless ahnt dies und warnt Pinkerton, dass die junge Frau sein Eheversprechen ernst nehmen könnte. Dennoch geht Pinkerton den Bund ein, kehrt dann aber nach nur einer gemeinsamen Nacht nach Amerika zu seiner Verlobten Kate zurück. Als er drei Jahre später mit seiner Frau nach Nagasaki kommt, erwartet ihn Butterfly mit einem Kind. Pinkerton weist sie zurück, möchte aber das Kind in die westliche Welt mitnehmen. Cio-Cio-San begreift, dass sie nur benutzt wurde, und begeht Seppuku, rituellen Selbstmord, um ihre Ehre wiederherzustellen.

Für Regisseur Joan Anton Rechi ist die Tragödie der Cio-Cio-San eine der traurigsten Geschichten, die in einer Oper je erzählt wurden. In Alfons Flores’ poetischen Bühnenräumen zeigt er in eindrucksvollen Bildern, wie sich die junge Frau in ihre Liebe zu ihrem abwesenden Ehemann Pinkerton hineinsteigert, und schließlich nicht nur ihre Illusionen, sondern auch ihr Leben verliert.

Tragedia giapponese in drei Akten

Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach einem Bühnenstück von David Belasco

Eine Koproduktion mit dem Festival Castell de Peralada

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause

Empfohlen ab 14 Jahren

http://operamrhein.de

Opernhaus Düsseldorf

Heinrich-Heine-Allee 16a
40123 Düsseldorf
Deutschland

+49(0)211 89080
+49(0)211 8908347
ticket@operamrhein.de

Weitere Informationen zu diesem Ort
Newsletter bestellen Facebook