Opernhaus Düsseldorf
14.10.2017 – 12.06.2018

Die Entführung aus dem Serail

(c) Hans Jörg Michel

Als Mozart (1756–1791) sein Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ schrieb, bediente er das damals beliebte Genre der „Türkenoper“. Es profitierte von den zahlreichen Romanen und Reiseberichten, die im 18. Jahrhundert über den geheimnisvollen und weitgehend unbekannten Orient veröffentlicht wurden. Denn nichts entzündet die Fantasie so wie das Fremde, in dem sich die eigenen Ängste und Wünsche spiegeln. Die Entführung von zwei Europäerinnen aus dem Harem des türkischen Bassa Selim war für Mozart mehr als ein exotisches Abenteuer, das lediglich Spannung und einen gehörigen Nervenkitzel verhieß. Der erst 26-jährige Komponist lotete die Geschichte nach existenziellen Erfahrungen wie Liebe, Eifersucht, Verzweiflung und törichter Besitzgier aus. Und er appellierte an Toleranz und Menschlichkeit, wenn am Ende dieses Orient-Abenteuers der Bassa auf Rache verzichtet und seine Favoritin Konstanze mit ihrem Verlobten Belmonte samt Dienerschaft unbehelligt in die englische Heimat zurückkehren lässt.

Deutsches Singspiel in drei Akten KV 384

Text von Christoph Friedrich Bretzner bearbeitet von Johann Gottlieb Stephanie d.J.

In deutscher Sprache

Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause

Empfohlen ab 12 Jahren

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