Opernhaus Düsseldorf
23.06.2017 – 16.07.2017

Das Rheingold

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Aus den Tiefen des Es-Dur-Dreiklanges entsteht zu Beginn des „Rheingolds“ die Welt der gesamten „Ring“-Tetralogie. Doch die hier evozierte heile Ur-Natur hat bereits Brüche, bevor die Rheintöchter Alberich verhöhnen, dieser die Liebe verflucht und alle Konflikte um den Ring ins Rollen kommen.

Göttervater Wotan, der einst sein Auge für die Weisheit opferte und seine Weltordnung in den aus der Weltesche geschnitzten Speer geritzt hatte, muss gegen die eigenen Gesetzmäßigkeiten verstoßen, um den mit den Riesen geschlossenen Vertrag einhalten zu können. Richard Wagner (1813–1883) erkannte ganz klar: „Alberich und sein Ring konnten den Göttern nichts schaden, wenn diese nicht bereits empfänglich für das Unheil waren.“ Niemand interessiert sich für die Rheintöchter, die das Gold bewachen, und während Alberich das Rheingold raubt und die Welt damit auch materiell ins Wanken gerät, geben sich diejenigen, die die Verantwortung tragen, ihrem Wohlstand hin. Wotan ist der Gedanke an die Rheintöchter und diesen „Störfall“ lästig, er lässt sie von Loge verhöhnen und zieht mit seinem Tross in das scheinbar ewige Walhall ein. „Ihrem Ende nun eilen sie zu / die so stark im Bestehen sich wähnen“, resümmiert Loge, wohlwissend, dass in der Welt, deren natürliche Ordnung nicht zuletzt durch Wotans eigenen Umgang mit Verträgen zu zerfallen droht, bereits das Ende aufdämmert, vor dem Urmutter Erda bereits warnte.

Die Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ ist die vierte Produktion von Wagners Opus magnum an der Deutschen Oper am Rhein, die auf eine große Wagnertradition zurückblicken kann und nach wie vor über ein ausgezeichnetes Ensemble für die Interpretation von Wagners Gesamtkunstwerk verfügt. Seit 2009 steht mit Axel Kober ein Generalmusikdirektor an der musikalischen Spitze des Hauses, der eine Vorliebe für das Werk Richard Wagners hat. Große Erwartungen richten sich auch auf die szenische Umsetzung, für die der seit über 30 Jahren im Schauspiel und in der Oper außerordentlich erfolgreiche Regisseur Dietrich W. Hilsdorf gewonnen werden konnte, der sich mit seinem Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Renate Schmitzer nun erstmals der Herausforderung stellt, den gesamten „Ring“ zu inszenieren.

Opernhaus Düsseldorf

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