IFMA
Er malt seine Gemälde auf Leinwand und Papier, macht Grafik wie z. B. Linolschnitt, Siebdruck und Zeichnungen. Sein Thema: Landschaft und der Mensch.
Henk Vissers in seinem Atelier.
Traditionelle Themen in der Kunst interessieren Henk Vissers, die er auf seine eigene
Weise gestaltet. Er greift zurück auf die Elemente, die die Landschaft
als solche definieren: Erde, Himmel, Feuer und Wasser, die sogenannten
klassischen Elemente. Diese Elemente, die ewig miteinander verbunden,
sich aber immer wieder abstoßen, fesseln ihn.
Das natürliche Kräftespiel ist somit ein
immer wiederkehrender Bestandteil in seinen Graphiken, Zeichnunen und
Gemälden. In den Arbeiten auf Papier entstehen mit Ölfarbe, Paint Stick,
Kreide oder Acryl Landschaften von großer Aussagekraft, sowohl in der
Vorstellung als auch in der Handhabung des Materials.
In seinen farbenfrohen Landschaften beabsichtigt er nicht eine nach der Beobachtung klar erkennbare Darstellung zu malen.
Im Gegenteil: es ist die Landschaft in
ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit an Licht, Farbe und Form, die ihn
fasziniert; sie entsteht in der intimen Atmosphäre seiner
Künstlerwerkstatt, wo er, gleichsam mit dem Rücken zum Fenster, malt.
Seine landschaftlichen Darstellungen sind imaginär.
Helle Farben deuten ein lichterfülltes
offenes Feld oder Tal an, ein Querschnitt der Erde in dunklen Farben
hebt sich von den warmen Farben eines brennenden Himmels ab. Es sind die Elemente, die ihre Urkräfte gegenseitig in Klecksen, Strichen und
Schraffierungen erproben.
Die Kunstwerke von Henk Vissers generieren ihre Farbe und Form einerseits aus Emotionen und Stimmungen
beim Malen, andererseits aus den Erinnerungen und Erfahrungen
wie sie bei Spaziergängen und Reisen gemacht wurden.
Langfristige Aufenthalte in Amerika und Kenia haben ihre Spuren hinterlassen: In Kenia begann
Henk wieder nach der Beobachtung zu arbeiten, einerseits weil es an einer gut ausgestatteten Werkstatt und Materialien fehlte, anderseits weil ihn die Afrikaner sehr
beeindruckten. So entstanden Werke von Frauen und Männern bei der
Arbeit, wie z.B. Frauen und Fische in einer Serie Linolschnitte in
schwarz-weiss.
Aber auch Werke vom Afrikanischen „Dolce far niente".
Neben den vorher genannten klassischen Elementen und
dem Kräftespiel in der Natur, ist auch der Mensch einem natürlichen
Kräftespiel unterworfen, Mann und Frau, der Betrachter und die Figur in
der Darstellung.
Mythische Wesen, wie Engel zum Beispiel -, aber dann
ein fallender Engel, oder stürzende Engel, ein Bild für den Menschen,
der sich in seinem Fall, der unausweichlich ist, getragen weiss, im
ewigen Spiel der Liebe, oder im ewigen Wechselspiel der Liebe, der
Annäherung und der Abwendung.
Schindler (DE) - 27.07.11 OID: 37919